Meinhard Rauchensteiner

“Ein Dorf”
Text 15 min

Meinhard Rauchensteiner, geboren 1970 in Wien, Studium der Philosophie, Theologie, Sprach- und Politikwissenschaft, Geschichte, auf der Angewandten und der Akademie für bildende Künste. Schrieb für die Frankfurter Hefte und den Morgen. Seither Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Periodika. Choreografien im Aktionsradius Wien und dem ORF-Radiokulturhaus. Filmemacher. Lehrt an der Universität für angewandte Kunst Wien. Arbeitet seit knapp 20 Jahren in der österreichischen Präsidentschaftskanzlei, zuletzt als Abteilungsleiter für Wissenschaft, Kunst und Kultur.
Bücher: »Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Couch« (2009), »Wie man einen Picasso zersägt« (2010), »Das kleine ABC des Staatsbesuches « (2011, Neuauflage 2020); Filme: »Herbst« (UF diagonale 2017), »Mk. 10,25« (UF diagonale 2019), »Papa Roma« (UF diagonale 2020).



Guadalupe Aldrete


“Recuerdos”

Performance 20 min

Recuerdos, that is, memories is a modern ritual of externalisation and with it the extirpation of moments from an early age, moments that seem regrettable, moments that although they were not, somehow I wanted to believe that I was in control of the situation.

It was when I tried to remember my own birth that I discovered the enormous amount of information accumulated in my skin. Memories of before and after birth, memories of my childhood, memories of love but also of fear and pain. It is also the skin that functions as the canvas of our heritage, of our origin, of the colour of our ancestry and of what seems to be our destiny.

The embodiment of heritage and ancestry. That is the meaning of my work.
The colour pink refers to the skin, but to the skin inside our body, where we all look the same, where our nerves run. The processed black takes its form from coal and is a call and materialisation of all my ancestry and the burdens they inherited.

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Linda Samaraweerová

“O.T.”
Videoinstallation

Basierend auf der Bühnenperformance WHITE FOR.

Sinn was. Bewegter Kopf pfeift laut. Kaputtes Licht macht uns glücklich. Weil Sehnsucht. Ein Klang wächst und dann stellen wir uns eng zur Mauer (für den Winter). Richtig.
An des Schrittes vorbei. Dann wird es still und es pfeift nur noch im Kopf. Die Nabelschnur ruft leicht gereizt. Kräftiger Schlag auf die Wand wenn das Licht wieder platzt. Mit einem Moment ist es sichtbar. Mit Holzschritten begeben wir uns auf den Boden. Der Ton reißt ein Loch der Ungeduld um sich. Wohin? Die Wand lacht sich krumm wenn das Licht wieder ausgeht. Wie tiefsinnig, wie erhaben! Mit dem Boten wird wild diskutiert bis der richtige Ton angeschlagen wird. Mein Glück. Mein Traum.
Sinn was. Weg heraus, breit, aus Holz. Die Nabelschnur pfeift uns vielleicht zurück wenn der bestimmte Moment kommt. Betäubend für einen Moment. Das ist die Leere!
Und rechts ein Hindernis und links ein Missverständnis bis der Kreis immer kleiner wird. Sich bücken (vor Pfeifen) hilft nicht. Die Wand lacht sich krumm wenn das Licht einmal zittrig wird. Hinaufgeweht gleichen Schrittes auf dem Holzweg, gesägt und gesägt.
Der Ton schlägt in den Schritt. Merklich berührt vom angespannten Atem und einem verlorenen Blick. Die Stelle sucht sich in einem Punkt, der nicht zur Ruhe kommt. Und rechts ein Hindernis und links ein Missverständnis bis der Kreis immer kleiner wird.

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Daniel Zimmermann

WALDEN
Installation 2020

Der Begriff „Drehort“ gewinnt eine zutiefst wörtliche Bedeutung, wenn ein Film ausschließlich aus 13 ausgedehnten Rundumschwenks in der Horizontalachse konstruiert wird. Nachdem ein gefällter Baum in der Nähe von Admont krachend direkt vor der stoisch rotierenden Kamera landet, entfaltet sich eine konsequent verlangsamte Wahrnehmungsstudie entlang der globalisierten Transportrouten in paradox umgekehrter Richtung – das österreichische Schnittholz landet diesmal verquer im Dschungel Amazoniens. Allmählich erst scheint hinter der wimmelbildähnlichen Kontingenz von Autobahnen, Raststätten und Verladestellen die ausgeklügelte filmische Choreografie durch. Für den ersten Teil gilt daher: Finde den roten Lastwagen. (Stephan Settele, Viennale-Katalog 2018)

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eindorffest

opening program

We are delighted to present a selection of performances, interventions, installations, film screening, concerts and a workshop.
The eindorffest will take place on November 30th and December 1st

Day 1. November 30th:

19:00 THE PASSION OF CMYK Alexandra Zaitseva und Miriam Laussegger / Installation ⠂
TRAGINERVISCHE GESCHICHTEN Alexandra Zaitseva und Roman Spieß/ Installation ⠂
O.T. Linda Samaraweerová / Videoinstallation ⠂ WALDEN Daniel Zimmermann / Installation

19:30 Talk / opening speech by Veronica Kaup-Hasler – Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft

20:30 EIN DORF Meinhard Rauchensteiner / Text (15 min)
20:45 RECUERDOS Guadalupe Aldrete / Performance (20 min)
21:10 WATER AND A MICROPHONE Alex Franz Zehetbauer / Performance (15 min)
21:30 SINGING BODY Sahabari Rao & Bindhumalini Narayanaswamy / Performance (30 min)
21:50 FONTANA – eine situative Installation Jack Hauser mit Sabina Holzer & Anton the Living Music Box / Performance (20 min)
22:15 THE ARTIST IN THE MACHINE, ME MY SELF AND I, BAUMEISTER & SELF Claudia Larcher / Film (25 min)
22:45 Payman Abdali & Bindhumalini Narayanaswamy & Laura Pudelek / CONCERT (20 min)

Day 2. December 1st:

15:00- 18:00 STILL STANDING Sahabari Rao und Bindhumalini Narayanaswamy, Workshop
19:00 THE PASSION OF CMYK, Alexandra Zaitseva & Miriam Laussegger / Installation TRAGINERVISCHE GESCHICHTEN Alexandra Zaitseva & Roman Spieß/ Installation O.T. Linda Samaraweerová / Videoinstallation / Walden Daniel Zimmermann / Installation
19:30 SOY CLAUDIA, SOY ESTHER Y SOY TERESA. SOY INGRID, SOY FABIOLA Y SOY VALERIA Anna Spanlang Film (35min)
20:15 B_OR DER Masoumeh Jalalieh & Payman Abdali / Performance (30 min) 20:50 Ohne Titel Oisín Monaghan / Performance (20 min)
21:15 URGENCY Robert Steijn Laura Pudelek Daniel Zimmermann / Performance (20 min)

21:40 Payman Abdali & Bindhumalini Narayanaswamy & Laura Pudelek / CONCERT (20 min)

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eindorf

EN: With eindorf, choreographer Linda Samaraweerová and visual artist and filmmaker Daniel Zimmermann have created a place for contemporary art that offers local and international artists a work and presentation space. Together with the visual artist and performer Guadalupe Aldrete, the musician and concert organiser Christof Kurzmann, as well as the writer and advisor for science, art and the arts culture for the presidential chancellery Meinhard Rauchensteiner, Samaraweerová and Zimmermann would like to present dance, performance, visual art, music, literature and film from different countries in the eindorf. Furthermore, a cooperation with the Austrian film distributor sixpackfilm has already been established.

DE: Mit eindorf schaffen die Choreografin Linda Samaraweerová und der bildende Künstler und Filmemacher Daniel Zimmermann einen Ort für zeitgenössische Kunst, der lokalen sowie internationalen Künstler:innen einen Arbeits- sowie einen Präsentationsraum bietet. Gemeinsam mit der bildenden Künstlerin und Performerin Guadalupe Aldrete, dem Musiker und Konzertorganisator Christof Kurzmann sowie dem Schriftsteller und Berater für Wissenschaft, Kunst und Kultur für die Präsidentschaftskanzlei Meinhard Rauchensteiner möchten Samaraweerová und Zimmermann das eindorf mit Tanz, Performance, bildender Kunst, Musik, Literatur und Film aus verschiedenen Ländern bespielen. So ist auch schon eine Kooperation mit dem österreichischen Filmverleih sixpackfilm entstanden.

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